Donnerstag, 9. April 2015

Aller Anfang ist schwer

Kennt ihr dieses Gefühl, wenn ihr neu in einem Kurs seid, alle anderen die richtigen Schritte können und ihr euch dauernd im Schritt verheddert? Oder wenn ihr neu mit Krafttraining beginnt, die Geräte euch fremd sind und ihr das Gewicht immer hinunter stellen müsst bzw. merkt, wie die nächste Person mehr drauf tut? Wie habt ihr euch dann gefühlt? Habt ihr Angst davor euch zu blamieren? Oder ist es genau das, was euch daran hindert, trotz Anmeldung ins Fitnesscenter bzw. zum Kurs zu gehen oder euch überhaupt anzumelden?

Vergesst nicht: Alle standen mal dort, an dieser Stelle ganz am Anfang vom Weg. Auch dieser Typ mit den stählernen Muskeln, der kraftvoll seine Klimmzüge macht. Oder diese durchtrainierte schlanke Frau, die gerade mit Übungen den Rumpf stärkt. Beide standen mal am Anfang dieses steinernen Weges, sahen die anderen, die schon so weit waren - und beschlossen, diesen Weg zu gehen, auch wenn sie zuerst schlecht sein würden.

Geht man nicht durch diese kritische, schwierige Anfangsphase, wird man sich nie verbessern, niemals gut in etwas werden. Deshalb heisst es: Augen zu und durch!! In einem halben Jahr werdet ihr schon nicht mehr zu den Anfängern gehören, froh sein, es gewagt zu haben und genau wissen, was durch den Kopf von der Neuen geht, die sich unsicher umguckt.

Ich selbst stand schon mal am Anfang - als sechzehnjähriges, unsportliches Mädchen ging ich zum ersten Mal in den Kraftraum - und konnte mich hocharbeiten, indem ich regelmässig dahin ging. Es ist zwar traurig, dass ich nun schon wieder am Beginn des Weges stehe, allerdings weiss ich diesmal wenigstens, dass ich es schaffen kann und es im Bereich des Möglichen liegt.

Ich kann euch nur raten, euch eure Unsicherheit nicht anmerken zu lassen. Selbst wenn ihr das Gefühl gehabt, im falschen Film gelandet zu sein und dass allen anderen auffallen wird, dass ihr neu und "unerfahren" seid - Brust raus, Bauch rein, Rücken gerade und ein Lächeln auf den Lippen! Ganz nach dem Motto fake it til you make it trägt die Körperhaltung trägt viel zu eurem Wohlbefinden bei.

Am allerwichtigsten ist es in der Anfangsphase, regelmässig ins Fitnesscenter oder in den Kurs zu gehen. Am besten drei, vier Mal pro Woche. Damit gewinnt ihr eine gewisse Routine, verliert die Angst vor der ganzen Sache und bekommt so auch die Selbstsicherheit, die euch auf eurem Weg zum sportlichen Erfolg stärken wird.

Also, worauf wartet ihr? Meldet euch endlich an bzw. gebt euch den Ruck, nun endlich in diesen Kurs zu gehen, mit dem ihr schon so lange liebäugelt! Euch kann nichts passieren, jeder von den Teilnehmern weiss, wie ihr euch fühlt, und niemandem würde es in den Sinn kommen, sich deswegen über euch lustig zu machen! Und nun viel Spass beim Sport machen :)

Kommentare:

  1. Anfangs war es für mich schwer, im Fitnessstudio eine Routine reinzubekommen. Bin die ersten paar Monate nach der Anmeldung überhaupt nicht hingegangen. Aber irgendwann hat man's dann und - ganz ehrlich - es gibt dort Hunderte von Anfängern und das ist doch überhaupt nicht schlimm. :) Ich habe nie irgendwas Schlechtes über jemanden gedacht, der neben mir am gleichen Gerät saß wie ich und weniger Gewicht hatte. Damals war es für mich ein schrecklicher Zwang, dort mehrmals pro Woche meine Gewichte zu heben und ich habe eher die Leute beneidet, die gerade erst anfangen und noch diese Anfangs-Euphorie haben.
    Ich finde, da muss einem überhaupt nichts peinlich sein, auch nicht im Step-Kurs für fortgeschrittene, wenn man es nicht hinbekommt. :D

    Liebe Grüße <3

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  2. Meine liebe Monika,
    aber selbstverständlich Antworte ich dir! Meine Follower sind mir alle sehr wichtig, aber so riesig ist mein Herz deswegen nicht ^^ Ihr ... macht es einfach größer, da müssen ja mittlerweile eine Menge Menschen Platz finden <3

    Das bringt mich auch gleich zu meinem wichtigsten Punkt, weswegen ich Blogger heute überhaupt noch mal geöffnet habe ... "...nur habe ich Angst, in diese traurige Hilflosigkeit zu verfallen" Ich vertraue deiner Selbsteinschätzung und ich hoffe inständig, dass du tatsächlich auf dich aufpassen wirst. Denn ich kann nicht sagen, inwiefern sich meine Posts entwickeln werden. Aber ... danke.

    Danke auch für deine anderen Worte, über mich. Das war sehr schön, auch wenn es mir schwer fällt, alles anzunehmen. Ja, die Menschen, die ich hier auf Blogger kennen lernen durfte sind alle sehr besonders und ich freue mich über jeden.

    Wie geht es mit dem Aufgeben der Anonymität voran?

    Zu meiner Stimmung: Das kann Tage, manchmal aber auch Wochen anhalten. Ich hoffe das beste.

    Dein Post hat mich an meine erste Tanzstunde erinnert :3

    Ich wünsche dir einen schönen Tag (ich hoffe nämlich, du schläfst schon).
    Alles Liebe dir,
    Lovely

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  3. Ach Monika, du bist so unglaublich lieb, danke dir dafür (:
    Vermutlich hast du recht, ja. Ich werde versuchen meinen Blog so zu nutzen, wie ich gerade denke, es fällt mir nur komischerweise ziemlich schwer :D
    Das mit der Therapie ohne dass meine Eltern was merken, könnte schwer werden, da ich privat versichert bin :/ Ich meine, vor allem meine Mutter kann sich zwar inzwischen vermutlich ihren Teil denken, aber ich mag nicht, dass sich jemand Sorgen oder Gedanken oder irgendwas macht. Aber es freut mich sehr, dass es dir inzwischen wieder gut geht (: Pass auf dich auf!

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